LETZTE NACHRICHTEN
Artikel 4
500.000 Euro für die Suche nach einer Alternative für Antibiotika.
Landschaftsminister Veerman (NL) gab bekannt, dass er € 500.000 für ein Alternativ für Antibiotika ausgeben möchte. Minister Veerman hat den Auftrag an die Universität in Wageningen abgegeben, eine Alternative zu finden. Ansprechpartner ist Frau Dr. Maria Groot von Untersuchungsbüro RIKILT. Dieses untersucht Phytotherapeutika. Unter andern ist unser Produkt Microbioticum mit auf der Liste.
Cees Veerman (1949, Chist Democraten) war auch in den ersten zwei Amtsperioden bei der Regierung Balkenende Minister für Landwirtschaft, Natur und Fischerei. (Jetzt Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Ernährungsqualität).
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Davor war er als Hochschullehrer an der katholischen Universität in Brabant und der Erasmus Universität in Rotterdam tätig. Er war auch Vorsitzender im Vorstand an der Universität in Wageningen.
Artikel 3
Verfasst durch Biologica, RIKILT und dem niederländischen Verein für Phytotherapie – 2 November 2006.
Für mehr Informationen über diesen Artikel können Sie telefonieren mit: 031 317 475423.
Am 18. Oktober hatte RIKILT einen Vertrag mit dem Ministerium für Landwirtschaft (LNV) für ein Projekt mit dem Namen Phyto-V unterschrieben. Dieses Projekt soll die Möglichkeiten von medizinischen Heilpflanzen in Futter, Futterergänzungsprodukten und phytotherapeutischen Medikamenten bei den Viehhaltern in der Landwirtschaft untersuchen und näher bringen. Es stehen zuwenig pflanzliche Mittel zur Verfügung, wovon die Wirksamkeit bewiesen ist.
Die Europäische Gesetzgebung für biologische Landwirtschaft schreibt vor “Das chemische allopatische Medikamente” (u.a. Antibiotika) nur verwendet werden dürfen, wenn man keine wirksame Alternative hat. Biologische Viehhalter versuchen als erstes durch präventives Management zu verhindern, dass ihre Tiere krank werden. Passiert dies doch, dann verwendet man an erster Stelle Naturheilmittel. Es ist aber in der Praxis so, dass die Wirkung der Produkte wechselhaft sein kann und nicht wissenschaftlich belegt ist. Hierdurch greifen biologische Landwirte oft noch nach Antibiotika und andere gängige vorhandene Tiermedikamente, was nicht gewünscht ist.
Auch für die nicht biologische Landwirtschaft ist es sehr wichtig verantwortlich mit Medikamenten um zu gehen. Durch Antibiotika in der Viehzucht besteht die Gefahr, dass die Krankheitserreger vermehrt resistent werden. Bei den letzten Untersuchungen 2005 in den Niederlanden ergab sich eine Zunahme des Gebrauchs von Antibiotika um 12 %. Minister Veerman äußerte seine Besorgnis hierüber. (siehe FIDIN Raport www.fidin.nl).
Projekt Phyto-V
In diesen Projekt wird zunächst eine Liste mit allen gängigen Phytotherapeutika erstellt, mit deren Hilfe viele vorkommenden Krankheiten in der Tierhaltung bei Milchkühen, Schweinen und Geflügel behandelt oder vorgebeugt werden können.. Mit den am meist versprechenden Mitteln wird in den Niederlanden eine Forschung gestartet. Wenn nötig werden die Mittel chemisch charakterisiert und die Wirksamkeit wird in Laboren weiter untersucht. Danach kommen Praxisstudien. Auch wird man nach die Möglichkeiten such für eine einheitliche Gesetzgebung innerhalb Europa.
Das Ministerium für LNV hat € 500.000 hierfür zur Verfügung gestellt.
Reactionen
Mauritz Steverink, Wissenschaftsmanager von Bioconnect, erklärt: Es gibt ein großes Bedürfnis an Alternativen und dieser Fachbereich steht erst am Anfang seiner Entwickelung. Eigentlich unfassbar. Mit diesem Projekt haben wir die Möglichkeit um Phytotherapie in den Niederlanden wirklich etablieren und einen guten Start zu haben.
Kees Beukelman, vorsitzender der NVF, sagt: “Gemäß unserem Ziel, die wissenschaftliche Untersuchung nach Phytotherapeutika, kann ich diesem Projekt nur zustimmen. Die Bereiche von human und Tierheilkunde müssen beide kritisch bewertet werden und die Spreu vom Weizen getrennt werden”.
Verantwortliche von dem Projekt sind:
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RIKILT-Institut für Ernährungssicherheit, angeschlossen bei der Universität Wageningen.
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Institut für Etnobotanie und Zoofamacognosie (IEZ) / Bureau der niederländischen Verein für Phytotherapie (NVF).
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Abteil der veterinäre Pharmakologie und Toxikologie / Fakultät Tierheilkunde, Universität Utrecht.
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PhytoGeniX / Fakultät pharmazeutische Wissenschaften, Universität Utrecht.
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Animal Science Group (ASG), Universität Wageningen.
- Louis Bolk Institut, Driebergen
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Wissenschaftsnetzwerk Bioconnect
- Biologica: Maurits Steverink +31 30-2339970 oder +31 6-51986693;
- RIKILT: Dr. Maria Groot (Coordinator), +31 317-475452
- NVF-bureau: Tedje van Asseldonk +31 24-6844301
Researchzentrum Wageningen.
Wageningen Researchzentrum und Universität.
Bornsesteeg 45, 6708 PD, Wageningen.
Postbus 230, 6700 AE, Wageningen.
Telefon: +31-317-475400
Fax: +31-317-417717/
www.rikilt.wur.nl
Artikel 2
Dies ist ein interessanter Bericht von der Internetseite “Grenzenlos”
Krise in der Fleischindustrie: Die MKZ. Krise ist die letzte in eine lange Reihe von Krisen die in den letzten Jahren in der Fleischindustrie aufgetreten sind. Eher wurde Europa schon durch die Schweinepest wach gerüttelt, die BSE Krise, das belgische Dioxingeschichte und die weit verbreitete Salmonelleninfektionen bei Geflügel. Landwirtschafts- und Ernährungswissenschaftler Wiel Hensgens sieht die Situation als eine ständige Krise in der Fleischindustrie. Diese wird nicht beendet können werden ohne tief greifende Änderungen in der ganze Landwirtschaft. Grenzenlos sprach mit ihm.
Wir zitieren Herr W. Hensgens;
“Um die Hintergründe der andauernden Fleischkrisen zu begreifen, verwende ich immer gerne das Vorbild der Fleischkuh. Als ich vor 30 Jahren studierte hat jede mittelgroße Stadt, jede Region, seine eigene Milchfabrik. Die Milchkuh machte tatsächlich Milch aus Gras. Ab dieser Zeit ist eine gewaltige Änderung durch Industrialisierung von der Landwirtschaft eingetreten. Eine Industrialisierung die für den Verbraucher nicht direkt sichtbar ist. Das Futter von der Milchkuh besteht heute oft zu 40 % aus Kraftfutter, Vorhin fast Null. Der meiste Kunstdünger wird heut zu Tage auf das Grasland gestreut. Früher wurde hier nur Kuhmist gestreut. Kraftfutter und Kunstdünger machen ein großes Wachstum in der Milchproduktion möglich”.
Mondialisierung.
“Ich verwende dieses Vorbild, damit man sehen kann, dass die Landwirtschaft nicht nur regional, sondern von globalen Prozessen beeinflusst wird. Hierin spielen große und mächtige Betriebe eine wichtige Rolle. Der radikale französische Bauernleiter José Bove legt den Finger auf der Wunde. Nicht Bauern, sondern Multis machen die Landwirtschaftspolitik. Dies alles hat mit der heutige Krise zu tun.
MKZ ist eine Krankheit die überall auftreten kann. Aber wenn man regional Produziert bleibt die Krankheit viel länger in der Region eingegrenzt. Zwischen der Übertragung und dem Ausbrechen der Krankheit liegen mehrere Wochen. Durch den Transport der Tiere und deren Produkte verteilt sich das Virus spielend in einen Zeitabschnitt in der die Krankheit sich noch nicht gezeigt hat über die ganze Erde. Das MKZ Virus ist von England nach den Niederlanden durch Jungvieh das aus Irland stammte aber noch nicht infiziert war, übertragen worden. Die Infizierung geschah in Frankreich, wo es durch ein infiziertes Gebiet nach den Niederlanden transportiert wurde. Auch die Zucht von Vieh ist mondialisiert. Und das Schlachten: In Engeland war vor 30 Jahren auch schon MKZ, aber damals verbreitete sich das Virus viel langsamer, weil früher die meisten Kühe noch innerhalb der Region, in kleinen Schlachthöfen, geschlachtet wurden.
Impfung?
“Diese Art von Problemen kommen in den heutigen Diskussionen nicht zur Sprache. Mann konzentriert sich auf Impfungen. Nicht Impfen findet man Tierunfreundlich, und das ist es auch. Aber dahinter verstecken sich sehr viele Interessen der „nicht-Iimpfeinstellung“. Die Länder, oder Landwirtschaften die keine MKZ haben sind dafür, dass sie über die ganze Erde MKZ-frei liefern können. Diejenigen die wohl das Virus haben, können nicht mehr frei weltweit liefern. Unter Druck von einigen MKZ-freien Ländern darf man nicht impfen, weil man im Labor keinen Unterschied zwischen geimpften und verseuchten Tieren feststellen kann. Dieses Verbot komt dadurch weil wir kleine Menge an Fleisch nach Japan und Amerika exportieren. Ländern, die das Virus nicht haben sind gegen eine Impfung, weil ihr Fleisch dann schwieriger zu exportieren ist. Die Länder die jetzt den “Preis” zahlen für dieses Nicht-Impfen, sind jetzt für eine allgemeine Impfung. Dies macht die Situation für die Milchbauern in den Niederlanden auch so tragisch. Im Moment liefert der Milchbauer noch an einen regionalen Markt. Die Schweinehalter sind mehr (60 %) abhängig vom Export. Viele Schweinebauern sind deswegen noch gegen eine Impfung”.
“Biologische Landwirte und ihre Organisation Biologica wollen das geimpft werden darf und möchten abstand nehmen von den Exportbelangen. Sie wollen eine regionale Landwirtschaft und legen so eine Verbindung zwischen Impfen und einer neuen Landwirtschaftspolitik. Sie sind bereit, wissenschaftliche Kenntnisse zwischen Ökologie und Landwirtschaft umzusetzen und richtige Entschlüsse zu treffen”.
Billig und viel
“Durch die Nationalisierung von Landwirtschaft verbreitet MKZ sich in Windeseile über die ganze Erde. Die BSE-Krise ist auf eine andere Art und Weise durch die Nationalisierung verursacht. Die Bio-Industrie ist ständig auf der Suche nach billigen Nährsubstanzen für Viehfutter. Kranke Schafe kamen so in die Kette von Tiermehl, das an Rindvieh gefüttert wurde. Dies kommt durch den Gedanken, dass ein krankes Tier seine Artgrenze nicht überschreiten kann. Es zeigt sich, dass die Krankheit wohl den Sprung gemacht hat, und das sehr schnell. Auch Menschen sind jetzt Opfer der Krankheit”.
Heilkräuter als Alternative für Antibiotika.
Am 18. Oktober sind die Verträge für das Projekt Phyto-V unterschrieben worden. Dieses Projekt, woran u.a. die Universität von Wageningen mitwirkt, wird die Möglichkeiten für den Einsatz von Heilpflanzen (Phytotherarpeutika) in der Viehzucht untersuchen. Es sucht nach einer Alternative für Antibiotika, sowohl in der biologischen als auch konventionellen Landwirtschaft. Das Wissenschaftsnetzwerk Bioconnect, das durch Biologica koordiniert wird, hat den Anfang für dieses Projekt eingeleitet.
Siehe die nachfolgenden Berichten von der offiziellen Presse.
Artikel 1
“Auch der Dioxinskandal ist eine Folge der Jagd der Viehfutterindustrie nach billigem Viehfutter, der dazu führte, dass Abfallöl im Viehfutter verwendet wurde. In diesem Fall ist dies mit bösartiger Absicht von einer kleinen belgischen Firma gemacht worden, und durch die Globalisierung wurde das betroffene Fleisch und die Tierprodukte wieder überall verwertet. So mussten große Mengen der Nahrung in Supermärkten entsorgt werden. Salmonella hat es auch schon immer gegeben, aber hier ist die Massentierhaltung die Ursache, welche dafür sorgt, dass ein Huhn viele andere Hühner infizieren kann. Die Verbindung zwischen Nationalisierung und Betriebsvergrößerung ist manchmal direkt und manchmal etwas weniger direkt”.
Antibiotika
Und dies ist sicherlich nicht die letzte Viehseuche. Am meisten beängstigend finde ich wie man mit Antibiotika in der Bio-Industrie umgeht. Antibiotika ist sogar im Viehfutter immer mehr ein Gebrauchsgut geworden, um Tierkrankheiten vorzubeugen. Aber Krankheitskeime vermehren sich sehr schnell. Alle 20 Minuten gibt es eine neue Generation. Wenn die neue Generation mit dem gleichen Antibiotika in Berührung kommt, wird es innerhalb von fünf Jahren gegen dieses Antibiotika resistent. Die Entwicklung eines neuen Antibiotika’s dauert 10 bis 20 Jahre. Die wichtigste medizinische Revolution im zwanzigsten Jahrhundert, die Entdeckung von Antibiotika, scheint nun unbrauchbar zu werden.
“Ökologische Landwirte verwenden übrigens auch Antibiotika, aber geben es nur an Tiere, die wirklich Krank sind, anstatt es als Prophylaktikum (zur Vorsorge) zu verwenden. Die intensive Viehzucht beeinträchtigt die Gesundheit der Tiere in allen Bereichen. Die Tiere leben auf engstem Raum in ungesunden Zuständen. Die vielen Tiertransporte der Tiere verbreiten Krankheiten viel schneller. Und zum Schluss züchtet man einseitige Varianten, was die Empfindlichkeit für bestimmte Krankheiten erhöht”.
“Manche Menschen tun so, als ob die Emotionen der Landwirte übertrieben sind. Ich finde dies ist nicht der Fall. Die heftigen Reaktionen der Bauern sollten ein Anstoß sein, um über die intensive Landwirtschaft nachzudenken. Diese ist schuld daran, dass ganze Viehherden auf brutale Art getötet werden. Die intensive Viehzucht ist gegen die gesunde menschliche Vernunft, sowie die Zögerung der Impfung oder das nutzlose hin und her von Produkten, was auch eine Belastung der Umwelt mit sich bringt. Aber oben auf der Liste steht die einseitige Zucht weniger Arten, - oder die Ausrottung von wissenschaftlichen Errungenschaften, sowie das Antibiotika”.