Microbioticum
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SEIT DEM 1. JANUAR 2007 GIBT ES EINE INTERNETPLATTFORM VON VIEHHALTERN DIE OHNE ANTIBIOTIKA ARBEITEN WOLLEN.
 


Einige begeisterte Landwirte haben eine Plattform ins Leben gerufen um dazu beizutragen, Microbioticum eine größere Bekanntheit unter den Landwirten zu geben.


Sie haben große Erfolge gehabt bei der Verwendung von Microbioticum und wollen eine Art “Bewusstsein” übertragen.

Das Ziel von der Plattform ist die Anwendung von Antibiotika in der Viehzucht in den Niederlanden und auch in anderen Ländern zurück zu drängen.

“Unsere Plattform sucht nach Möglichkeiten in der Anwendung von Alternativen sowie Microbioticum bei Problemfällen innerhalb der Milchbetrieben, sowie hohe Zellzahl Fruchtbarkeitsproblemen. Wir verwenden Microbioticum um die Abwehrkräfte bei den Kühen zu erhöhen. Wir sind auf der Suche nach Möglichkeiten die Medikamente soviel wie möglich zu reduzieren”, so sagt Herr Gerart Keurentjes, Ansprechpartner von der Plattform “Milchbetriebe Antibiotika frei”

Arbeitsweise

Wir wollen Erfahrungen teilen und Ergebnisse und Informationen austauschen um so Alternativen für Antibiotika und andere Medikamente zu finden. Dazu suchen wir auch Antibiotikafreie Produkte wie das in der biologischen Viehzucht schon geschieht.

 
  Gerard Keurentjes
Wenn auch Sie einen Beitrag zu den Aktivitäten dieser Plattform leisten möchten, und sie sich mit den Satz: “Auch ihr Hof ist gesund – ohne Antibiotika” identifizieren können, sollten Sie Kontakt mit unserer Plattform aufnehmen. Kontaktadresse: Herr Gerard J.L. Keurentjes aus Rutten (Flevoland, NL), Telefon: +31(0)527-262306, Email: g.keurentjes@hetnet.nl

Weitere Kontaktpersonen sind

Gerard Dijkstra, Email: Dijk9855@planet.nl
Herr Kors aus Eesveen.
Jocob Willig, email: fam.willig@tele2.nl



Elke melkveehouderij antibioticumvrij


Milchbetriebe antibiotikafrei

Gerard Keurentjes verwendet schon 5 Jahren keine Antibiotika mehr bei seinen Milchkühen.
“Ich vertraue auf die eigenen Abwehrkräfte der Kuh, keine trockene Kühe mehr, keine Fußbäder, kein Propyleenglycol mehr und eine Rechnung vom Tierarzt von 36 Euro pro Kuh pro Jahr. Gerard Keurentjes hält seine Kühe gesund durch viel Aufmerksamkeit für den Boden und die Gesundheit (Widerstandskraft) der Kühe. “Ich mache den wirtschaftlichen Wettkampf nicht mehr mit”.


Ein Schild mit DDB am Wege und ein Plakat von FIR an der Stalltür sind die viel versprechenden Empfangsbotschaften auf dem Gut von Gerard Keurentjes aus Rutten. “Nein, ich bin wirklich kein Mitläufer. Ich denke schon über manche Sachen nach, ich laufe nicht hinter der Masse her. Vielleicht machen das andere”, erzählt er. Der Milchbauer mit 70 Milchkühen hat eine abweichende Betriebsführung, aber er macht kein großes Aufsehen daraus. “Ich sehe schon, dass er jedes Jahr unterm Strich wächst. 2006 war ein gutes Jahr und auch 2007 scheint gut zu werden. Aber ich möchte erst sicher sein bevor ich damit an die Öffentlichkeit trete”. Aber trotzdem ist Keurentjes seit Anfang dieses Jahres innerhalb der Plattform aktiv. “Ich möchte anderen Viehzüchtern gerne zeigen, dass es auch auf eine andere Weise möglich ist”.

Natürliche Lösungen
Die Betriebsart bei Keurentjes ist sicherlich abweichend. Er greift nicht nach Tier- Medikamenten wenn Kühen krank sind. Er verwendet vertrauensvoll Microbioticum, wobei er auf die Natur zurückgreift um seine Tiere zu heilen. So bekommen Kühe, die die Milchkrankheit haben kein Propyleenglycol (Das ist fast etwas wie Batteriewasser), sondern natürlichen Traubenzucker. “Das hole ich in Säcken von 25 Kg. Beim Bäcker”, erzählt Keurentjes. Aufgelöst in warmem Wasser können die abgekalbten Kühen soviel zu sich nehmen wie sie wollen. Kühe die sich nicht wohl fühlen bekommen vom Viehhalter eine Hand voll Salz ins Maul. “Dann gehen sie von selbst fressen und trinken”. Kälber mit Durchfall bekommen einen Esslöffel. “Ungefähr 10 Tagen vor dem Abkalbern bekommen Kühen Leinsamen, dann produzieren sie mehr Schleim bei der Entbindung und das macht das Abkalberen einfacher”, erzählt Keurentjes der nicht beschreiben kann ob dies auch der Fall sei. “Aber ich habe ein gutes Gefühl dabei”. Kühe die die Krankheit Mortellaro bekommen werden individuell behandelt. “Fußbäder haben wir hier schon 10 Jahren nicht mehr gemacht”. Die Klauen dreht er um, macht sie sauber, und dann folgt eine aufseheneregende Therapie. “Ich reibe Spiritus drüber und halte eine Anzünder dran. So brennen die Bakterien weg. Dann geht Eutersalbe drauf”. Es ist noch eine Testphase sagt Keurentjes, aber die ersten Erfolge scheinen gut zu sein.

“Im Gossen und Ganzen gilt es den Bauerverstand zu gebrauchen”, erzählt Keurentjes. “Aber das kann ich meinem Nachtbar nicht erklären”, sagt Keurentjes. Er ist sich im Klaren, dass seine Arbeitsmethode etwas Skepsis nach sich zieht. Er nennt auch finanzielle Erfolge. Die Rechnung des Tierarztes war vor 5 Jahren 150 Euro pro Kuh. Jetzt ist es nur noch 36 Euro pro Kuh inklusive GD Vertrag und PBB viermal jährlich. Die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt hat sich die letzten Jahre stark verändert. “Wir müssen ihn wirklich anrufen für eine PBB” Dabei wundert es ihn das der Veterinär besonders wenig Interesse für die Gesundheit auf seinem Hof hat. “Ich habe die frage: “Wie tun sie das?” noch nie gehört. Komisch, denn er könnte auch anderen Kunden hiermit helfen. Eine verfehlte Gelegenheit.

Viel zu hohe Zellzahl
Die Geschichte von einem Milchbetrieb ohne Antibiotika begann vor fünf Jahren. “Durch Probleme fängt meistens die Suche nach Alternativen an”, erwidert der Viehhalter. Die Zellzahl war viel zu hoch. 400.000 Zellen pro ml Milch. Gerade noch keine Abzüge, aber es war besorgniserregend. Mit Tiermedikamenten konnte Keurentjes einigen Kühen helfen, aber demzufolge bekamen andere Kühe wieder mehr Entzündungen dazu. “Es war eine Stress-Periode”, die meisten Medikamente hatten eine Wartezeit von 10 Tagen und ich war sehr sorgfältig um keine falsche Milch in den Tank zu bekommen”. Proben aufschicken war ihm zu umständlich. “Das dauert drei Tage, da hatte ich keine Zeit zu”. Er suchte nach einer Alternative ohne Wartezeiten und nachweisbare Stoffe in der Milch. Und so kam er mit Microbioticum in Kontakt. “Es ist eine Art Kräutermischung welche die Kühe mehr weiße Blutkörperchen produzieren lässt”, erklärt Keurentjes. “Es erhöht die Abwehrkräfte der Kuh”. Die erste Kur bedeutet, das alle Kühe 10 Tage lang 30 cc verabreicht bekommen. “Am Anfang verbesserte sich die Zellzahl nicht. Schlimmer noch. Es waren mehr Kühe die Flocken in der Milch hatten”. Nach weniger als einen Monat war die Zellzahl auf 150. 000 Zellen gesunken. erzählt Keurentjes.

Vorbeugen besser statt heilen.
Diese Erfahrung lies den Viehhalter einsehen, dass die Abwährkräfte aussagekräftig für die Gesundheit von den Kühen sind. “Tiermedizinische Medikamente heilen Krankheiten (mit Nebenwirkungen), ich möchte sie aber lieber vorbeugen.” Das führte dazu, dass sein Betrieb völlig umgewälzt wurde. Keine durchschnittlichen 9500 Liter Milch pro Kuh und auch kein teures Kraftfutter, sondern zurück zur Basis. Mähen tat er in eine spätere Fase. Das eingekeulte Futter muss Substanz haben und in der Hand brennen wenn man es zusammenkneift. Wenn dies nicht der Fall ist dann mische ich Raps mit rein. Das Mähen geschieht am Nachmittag, so bekommt man am meisten Zucker mit rein. Dies gibt eine bessere Konservierung und die Kühe essen dies gerne. Auch der Verarbeitung von Mais hat er abgeschworen weil die Nahrung noch mehr auf Eiweiß abgestimmt ist. “Hieran mussten sich die Kühe wohl erst dran gewöhnen, die Konditionszahl lief das erste Jahr zurück. Diesen Winter haben die Tiere sich gut angepasst”. Das Ergebnis ist, dass sie fast keine Verdauungsprobleme haben. “Es ist sicher fünf Jahren her, dass wir einen verdrehten Lebmagen hatten.”

Kreislaufdenken
Keurentjes glaubt an das Kreislaufdenken: Boden, Pflanze, Tier und Mist. “Wen man eine gesunde Kuh möchte, muss man beim Boden anfangen.” Je mehr Maulwürfe und Würmer, desto besser”, dann lebt die Erde”. “Pflügen gehört nicht dazu, das behindert die Prozesse im Boden. Und das ist Grund genug keinen Mais mehr anzupflanzen”. Es verschwanden auch 7,5 ha. Lilien. Wirtschaftlich waren diese schon, aber auf der Dauer bringt es Verlust. Das Getreide war schwach und auch am Boden musste ich viel reparieren.

Mehr Umsatz durch eine dauerhafte Produktion
Das andere Denken hat Keurentjes eine stabile Produktion und im Besonderen eine gesunde Viehherde gebracht. “Man muss schon Mut haben den gängigen Weg zu verlassen um etwas neues auszuprobieren”, gibt der Viehhalter zu. “Es ist keine Geschichte die man mühelos mit dem Nachbar bespricht”. Das anders Denken über die Abwehrkräfte der Kuh und einen gesunden Kreislauf haben Keurentjes auch eine neue Zukunftsvision  für seinen Betrieb gegeben. “Wir sind alle sehr bestrebt noch 100.000 Liter mehr zu melken. Das Einzige das man bekommt ist mehr Arbeit und mehr Fremdkapital. Ich mache nicht mehr mit bei diesem wirtschaftlichen Wettlauf. Ich möchte mehr Umsatz durch eine dauerhafte Produktion”.

Nachtrag:
Gerard Keurentjes: “Das Gras wird nachmittags geschnitten. So ergibt sich ein höherer Zuckergehalt in dem Keulfutter. Dieses Jahr war das 120 gram Zucker pro Kilo trockene Substanz. Die Konservierung geht besser und die Kühe fressen es gerne”.

Betriebszahlen:
Gerard Keurentjes (45) hält in Rutten (NL) 70 Milchkühe auf 46 ha. Land, wovon 7,5 ha. für die Tulpenzucht genutzt wird. Neben Gras sind Lupinen mit auf dem Speiseplan für die Eiweißernährung mit aufgenommen. Die durchschnittliche Milchproduktion liegt bei 7800 kg Milch mit 4,10 % Fett und 3,45 % Eiweiß. Die durchschnittliche Zeit zwischen dem Kalben beträgt etwa 389 Tage. Nach 81 Tagen fängt er mit der Inseminierung an und dann ist der “Non return” durchschnitt 72 %.

Netzwerk Milchbetriebe antibiotikafrei
Gerard Keurentjes hat in diesem Jahr (2007) die Plattform “Milchbetriebe antibiotikafrei” gestartet. Seit 2007 bekommt er auch Unterstützung von Plattformen aus der Viehzucht. Sie sammeln Erfahrungen und teilen diese miteinander. “Wir sind Pioniere. Durch den gewünschten Austausch von Ideen, hoffen wir von einander zu lernen”, erwidert Keurentjes. Er sucht noch mehr Viehzüchter die hieran teilnehmen wollen. “Es brauchen keine Viehzüchter zu sein die genau wissen wie es geht, auch Menschen die neugierig sind, laden wir ein, teil zu nehmen. Es geht mehr darum zusammen zu entdecken, ob es in der Viehzucht Möglichkeiten gibt mit viel weniger Medikamenten aus zu kommen”. Viehhalter die Interesse haben können sich melden bei g.keurentjes@hetnet.nl

Viehzüchter mit einer Geschichte
Wenn wir im Stall Probleme haben, wie eine zu hohe Zellzahl, oder viele Probleme mit Gebärmutterhalsentzündung, Lahmende Kühe, oder mit regelmäßiger Euterentzündung, dann sprechen wir hierüber mit dem Futterlieferanten. Wir müssen uns aber von einer Sache bewusst sein, nämlich, dass dieser uns nicht helfen kann. Er verkauft nur Futter. Oft rufen wir dann doch wieder den Tierarzt. Wenn dieser vorbeischaut, schaut er sich die Tiere an und kommt oft nur zu einer Lösung; Antibiotika.

Der Tierarzt ist somit auch keine große Hilfe für den Viehhalter. Von den zehn Besuchen die er auf einem Betrieb macht haben nur zwei einen Erfolg. Doch schickt der Tierarzt eine Rechnung über alle zehn besuche. Der Euro ist scheinbar sehr wichtig für den Tierarzt. Und die Viehzucht schneidet dabei schlecht ab. Die Gesundheit der Tiere steht dabei nicht an erster Stelle.

Der Hund, die Katze und das Pferd sind wohl wichtig. Denn damit werden die Euros mit verdient. Ja, wir Landwirte die dieses schreiben, haben Probleme mit hoher Zellzahl, Euterentzündung, usw. gehabt. Es kommen täglich Leute bei uns vorbei, Leute mit einem schönen Auto und einen schönen Anzug, die eine Geschichte über Medikamenten die helfen sollen erzählen. Manchmal kauft man etwas und probiert es aus, aber oft sieht man, dass es nicht hilft. Auch haben wir oftmals im Internet geforscht, aber für einen Landwirt ist dort auch wenig zu finden. Bis wir die Seite von Ineko b.v. fanden, wo Microbioticum beschrieben wird.

Herr Koopman schaut sich die Tiere an und nach einer Stunde sitzen wir an den Tisch, wo er uns erzählt, was mit den Tieren los ist, und was man tun kann. Ja und dann steht man vor der Entscheidung Microbioticum kaufen oder nicht. Herr Koopman erzählte, dass er vorbeikommt um uns zu begleiten, was uns sehr beruhigte. Die andern mit einem schönen Auto sah man nie mehr. Wir haben gekauft. Hé, hé, und jetzt abwarten ob es hilft. Nach eine Woche sahen wir noch immer keine Erfolge.

Nach 14 Tagen fraßen sie besser und fingen auch an mehr zu glänzen. Nach weiteren 14 Tagen, nachdem wir die Milchkontrolle gehabt hatten, glaubten wir unsere eigenen Augen nicht. Die Zellzahl war enorm runter gegangen, diese war so niedrig, das wir keine Worte dazu fanden. Aber nicht nur die Zellzahl sank, auch die Euterentzündungen wurden weniger. Die Kühe waren auch wieder viel schneller. Mann konnte wieder mit ihnen arbeiten und ich hatte wieder Freude daran. Wir möchten nun zum Ende kommen, aber eins möchte ich noch sagen.

Microbioticum ist goldwert


 
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